Neurodivergent und pflegebedürftig – schließt sich das aus?
Immer mehr Familien, Fachkräfte und Betroffene begegnen dem Begriff Neurodivergenz. Das Konzept beschreibt die natürliche Vielfalt menschlicher Denk-, Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsweisen und umfasst unter anderem Autismus, ADHS, Dyslexie und Dyskalkulie. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie neurologische Unterschiede verstanden werden können, ohne sie ausschließlich als Defizit oder Störung zu betrachten.
Für Pflegeberater/innen ergibt sich darauf häufig eine spannende Herausforderung: Wenn Neurodivergenz nicht primär als Erkrankung verstanden wird, wie passt das zur Pflegegradeinstufung? Welche Rolle spielen Diagnosen im Begutachtungsverfahren? Und wie können Unterstützungsbedarfe sichtbar gemacht werden, wenn die Einschränkungen im Alltag oft nicht auf den ersten Blick erkennbar sind?
In diesem Kompass-Web-Seminar erhältst du einen verständlichen Einstieg in das Neurodivergenzkonzept und setzt dich gleichzeitig mit den Besonderheiten der Pflegegradeinstufung bei neurodivergenten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auseinander. Du erfährst, Unterstützungsbedarfe differenziert zu betrachten und Begutachtungen aus einer praxisnahen Perspektive einzuordnen.
Inhalte:
Termin:
28.04.2027 von 09:00-11:00 Uhr
07.10.2027 von 09:00-11:00 Uhr
Dein Dozent:
Markus Oppel
(Krankenpfleger, Praxisanleiter, Aromaexperte Aromapflege und Aromapraktiker, Certified Junior Project Manager (IAPM), Pflegeberater gem. § 7a und § 45 SGB XI, Sachverständiger)
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